Bernd Blase
Mitglied seit 2019

10 Fragen an Bernd Blase

1. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Ich musste mir damals meinen Lebensunterhalt verdienen und habe u. a. als Straßenmusiker in Paris angefangen. Meine damalige Freundin studierte an der Sorbonne Literaturwissenschaften. Privat malte Corinne. So kam ich zum malen. Ich kann mich noch erinnern, dass ein damaliger Professor mich des Saales verwiesen hatte. Es ging im Zwiespalt um Goethe
2. Was inspiriert Sie? Wie finden Sie Ihre Motive?
Als ich anfing, malte ich die Natur und Objekte. Seit den 2000ern male ich unter anderem meine Visionen und Träume, auch die der Vornacht. Ich gehöre zu den Menschen, die mehrmals in der Woche sogenannte Albträume "durchwandern" müssen. Aber, ich habe mich daran gewöhnt. Sind nicht alle schlecht.
3. Wo entstehen Ihre Kunstwerke?
Überwiegend in Potsdam. Der Weg zum Bild ist der Aufwendigste keine Skizzen oder Vorentwürfe, sondern eher wie kann ich die Vision einfangen und verstoffwechseln. Steht der Fest, dauert es nicht lange, bis ich den "Kampf" mit der Leinwand beendet habe. Sollte ich nach ein paar Tagen nicht zufrieden sein, geht es weiter.
4. Wie haben Sie Ihr künstlerisches Handwerk gelernt?
Ich bin Autodidakt und versuche nicht in die Fußstapfen eines anderen Malers oder Künstlers zu "wandern", denn dann kann ich ihn nicht überholen. Ich hatte 1981 einen Lehrer. Ich merkte schnell, dass er mich in eine Richtung bringen wollte, was auch OK war. Aber, ich habe die Schule nach 47 Minuten abgebrochen.
5. Was ist für Sie persönlich das Wichtigste, das jemals jemand über ein Kunstwerk von Ihnen gesagt oder geschrieben hat?
"Ich sehe dich...in deinen Bildern"
6. In 3 Sätzen: Warum machen Sie Kunst?
Zum jetzigen Zeitfenster: Verarbeitung meiner Visionen und Träume und das Verhindern und Hinauszögern verrückt zu werden. Wenn der Betrachter etwas anderes sieht, als wie ich es motivlich auf die Leinwand gebracht habe. Sicherlich auch Anerkennung, für meine Gedanken und Kreativität.
7. Welche Techniken bevorzugen Sie und warum?
Acryl: trocknet schnell. Öl: bei schwierigen Visionen und Träumen kann ich noch Tage danach Veränderungen vornehmen. Tinte: hiermit kann man die Leinwand auch von hinten bearbeiten, was das Bild dann auch noch verändert. Kohlestifte: die sind noch ein Versuch
8. Wie lange brauchen Sie in der Regel für ein Kunstwerk?
von 30 Minuten bis zu 4 Tagen
9. Gibt es Menschen, die Ihre Kunst beeinflusst haben?
Nicht bewusst. Die soll bitte nicht als Arroganz verstanden werden. "Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren..." Frei nach Wilhelm Busch....und man kann ihn nicht überholen...
10. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt, die Sie hier gerne noch beantworten möchten?
Was empfinden Sie, wenn Sie ein Werk verkauft haben? Traurigkeit...