Bernt Wilke
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Seit 1968 freischaffend als Maler und Grafiker tätig, lebe ich inzwischen auf der Insel Poel in Nordwestmecklenburg...
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Eigene Website: atelierwilke.info


Bernt Wilke im Selbstporträt

Seit 1968 freischaffend als Maler und Grafiker tätig, lebe ich inzwischen auf der Insel Poel in Nordwestmecklenburg.
1943 in Wittenberg geboren, studierte ich 1963- 1965 an der halleschen Kunsthochschule Burg Giebichenstein bei Hannes H. Wagner und Meinolf Splett, setzte 1965 bis 1968 bei Paul Michaelis an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden das Studium bis zum Diplom fort. Später, bereits wieder in Halle (Saale) lebend, war ich Meisterschüler an der Ostberliner Akademie der Künste in Berlin, bei Karl-Erich Müller. Damals blickte ich aus meinem Atelier auf die Berlin teilende Mauer und malte die Scheußlichkeit der kahlen Schneise mitten durch die Stadt. Das geschah 1974. Ein Bild wie dieses konnte viele Jahre lang keine Öffentlichkeit haben.
Der hallesche Kunstwissenschaftler Dr. Wolfgang Hütt schrieb über meine Arbeiten:
"Es ist stets ein subjektives Erleben, das der Maler an die Betrachter seiner Werke weiter gibt. So, wie er die Menschen erlebte, die er porträtierte, erlebte er auch die Psyche wie die Porträtierten. Daher kommt es, dass Wilkes Landschaftsbilder Charakter ausdrücken. Das gilt für die als Frucht einer Studienreise in die Sowjetunion 1975 entstandenen Gemälde wie ebenso für jene, die nach dem Jahre 1989, mit einem seitdem geweiteten Gesichtskreis, Eindrücke aus Süd - und Westeuropa verbildlichen. ... Wie wenig Wilke dem Hang verfiel, Äußerliches zu preisen, zeigt die Sprödigkeit, die seiner Kunst anhaftet. ... Wilkes Kunst hilft, in diesem Alltäglichen das Poesievolle zu sehen. Nichts wirkt in dieser Kunst wie aufgesetzt. Alles in ihr kommt aus der Spannung des Innersten, die Äußeres reflektiert, doch immer nur Subjektives zu Ausdruck bringt. Sie verbindet strotzende Sinnlichkeit mit einem eigentümlichen Anhauch von Melancholie."