Matthias Herrmann
Mitglied seit 2007

10 Fragen an Matthias Herrmann

1. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Die Kunst kam zu mir...! Ungefähr im Jahre 1982 entstanden die ersten dadaistisch, angepunkten Collagen und Objekte. Die damaligen Arbeiten waren politisch, spirituell und häufig sehr autobiografisch. Ich entdeckte, dass der Künstler während des Schaffens eine nahezu grenzenlose Freiheit besitzt! Das ist großartig!
2. Was inspiriert Sie? Wie finden Sie Ihre Motive?
Zwei Wege, die sich oft berühren und manchmal ineinander laufen:1. Ich schließe meine Augen und öffne mich für ein inneres Bild, das ich dann male.2. Ich setze den Stift, den Pinsel auf den Malgrund und überlasse mich dem Spiel der Farben und Formen. Große Lust zum Abschluß: die Titelgebung!
3. Wo entstehen Ihre Kunstwerke?
Studio/Atelier/Werkstatt
4. Wie haben Sie Ihr künstlerisches Handwerk gelernt?
Ausstellungsbesuche, Lektüre, Übungsbücher, Kurse an Kunstschulen, autodidaktische Kunststudien, Hochschulstudium der Bildenden Kunst, Kontakte und Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, Zusammenarbeit mit Kindern...
5. Was ist für Sie persönlich das Wichtigste, das jemals jemand über ein Kunstwerk von Ihnen gesagt oder geschrieben hat?
Jede Äußerung zu meinen Werken hat mich bereichert wie zum Beispiel: "Respekt, Herr Herrmann. Wie haben Sie das hinbekommen?" sagte unser oberbayrischer Hausverwalter, als er einige Aquarelle von mir betrachtete. "Ich habe mich auch an der Aquarellmalerei versucht. Ich weiß, wie schwer das ist!" fügte er noch hinzu.
6. In 3 Sätzen: Warum machen Sie Kunst?
Kunst ermöglicht mir das andere, das nicht wörtliche, manchmal archaische Denken auszudrücken.
7. Welche Techniken bevorzugen Sie und warum?
Malerei: Aquarell, GouachObjektkunst: Materialmix
8. Wie lange brauchen Sie in der Regel für ein Kunstwerk?
Manche Werke sind nach 30 Minuten fertig. Andere überarbeite ich nach ein, zwei Jahren noch einmal.
9. Gibt es Menschen, die Ihre Kunst beeinflusst haben?
Die Einstellungen von Menschen zur Kunst haben mich sehr beeinflusst. Menschen, die Kunst als Möglichkeit der Freiheit erkannt haben: W. Turner, Klee, die Dadaisten, Dubufett, J. Tinguely, K. Haring, J. Beuys, A. Warhol, Penck ...
10. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt, die Sie hier gerne noch beantworten möchten?
Wie sollte der Kunstunterricht heute in der Schule aussehen? Neben den oft vorzüglichen Unterrichtseinheiten zu künstlerischen Techniken sollten die Kinder und Jugendlichen auch die Möglichkeit zu eigenschöpferischem, völlig lehrplanlosgelöstem, kreativen Schaffen bekommen.