Michael H Dietrich
Mitglied seit 2006
Eigene Website: rongorongo-script.de

10 Fragen an Michael H Dietrich

1. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Die Kunst ist zu mir gekommen. Sie war in Form von Erbgut in mir am Tag meiner Geburt. Ich bin vorbelastet von meinem Vater. Seine 5 anderen Kinder hatten nicht das geringste künstlerische Talent. Das ist alles bei mir gelandet. Auch ich wurde nicht gefragt, ob ich denn die Kunst überhaupt will!Aber darauf hat die Kunst noch nie Rücksicht genommen
2. Was inspiriert Sie? Wie finden Sie Ihre Motive?
Museen und Galerien sind meine wirkliche Heimat. Inspirationen kommen von ganz alleine. Bei Spaziergängen sehen ich häufig urplötzlich ein Bild. Anregungen finde ich aber überall. Nicht ICH suche nach Bildern oder Motiven, die kommen automatisch zu mir. Das gilt für meine Metallbilder und auch für meine Zeichnungen, Aquarelle, Temperabilder.
3. Wo entstehen Ihre Kunstwerke?
Im Atelier. Zutritt verboten, Aufträge werden nicht entgegen genommen. Das ist für eine erfolgreiche Karriere nicht förderlich.Von Belehrungen bitte ich Abstand zu nehmen.
4. Wie haben Sie Ihr künstlerisches Handwerk gelernt?
Unter den schwierigsten Bedingungen, die man sich vorstellen kann: Im Atelier meines Vaters, der Maler und Restaurator war. Er wusste alles und noch viel mehr, was man über Farben, Maltechnik, Gestaltung, Perspektive usw wissen muss. Entsetzlich, wenn man auf jede Frage eine gültige Antwort bekommt. Eine solche Ausbildung gibt es heute nicht mehr.
5. Was ist für Sie persönlich das Wichtigste, das jemals jemand über ein Kunstwerk von Ihnen gesagt oder geschrieben hat?
Anfang des Jahres hatte ich einen Termin bei einer Galeristin, die meine Metallbilder sehen wollte. Eine vom Typ Alpha-Mädchen. lt. SpiegelIhr Kommentar in ganzer Länge: Oh, my GOD - das ist ja wirklich etwas Neues - wer soll das denn kaufen?Was über meine Kunstwerke gesagt oder geschrieben wird, ist für mich bedeutungslos - punktum und basta
6. In 3 Sätzen: Warum machen Sie Kunst?
Mit 3 Worten:Weil ich muss.
7. Welche Techniken bevorzugen Sie und warum?
Edelmetalle und auch andere Schlagmetalle bearbeite ich in meinen Bildern seit über 40 Jahren. Es ist eine Maltechnik, die zu erlernen und zu beherrschen sehr kompliziert ist. Es ist meine eigene Erfindung, die ich noch immer weiter vervollkommene. Offenbar bin ich der einzige, der in dieser Technik arbeitet. Grund genug, es so weiter zu machen.
8. Wie lange brauchen Sie in der Regel für ein Kunstwerk?
Für meine Metallbilder ist es mindestens 1 Jahr. Ich arbeite in Schichten, die trocknen müssen. Die Maltechnik diktiert hier den Zeitplan. Es geht nicht schneller. Deshalb sind immer 10 oder mehr Bilder in Arbeit, die kurz nacheinander fertig werden.Das sichtbaren Motive der letzten Malschicht sind in wenigen Tagen gemalt - das Bild liegt darunter
9. Gibt es Menschen, die Ihre Kunst beeinflusst haben?
Den Göttern - wenn es sie dann gibt würde ich gestatten, meine Kunst zu beeinflussen. Menschen niemals! ! !
10. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt, die Sie hier gerne noch beantworten möchten?
Kunst und Internet. Erziehung, Ausbildung, Anstand, Höflichkeit und weitere gesellschaftliche Zwänge verbieten mir, meine ehrliche Meinung zu schreiben. Aber sagen tu ich die schon!Auch ich erlaube mir gelegentlich, wider besseres Wissen zu handeln.