Sigrid Schauer
Mitglied seit 2008

10 Fragen an Sigrid Schauer

1. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
In der Grundschule habe ich schon großes Interesse am kreativen Gestalten gehabt. Bei einer Künstlerin konnte ich besonders das Umgehen mit Farbe in schöpferischer Atmosphäre erlernen. Später hatte ich eine Freundin, deren Mutter am Städel studiert hatte und deren Malereien mich sehr beeindruckten. Sie hat mich in der Malerei unterrichtet.
2. Was inspiriert Sie? Wie finden Sie Ihre Motive?
Kunst ist eine Möglichkeit schöpferisch ins Leben einzutauchen. Außerdem gehe ich gerne spielerisch und experimentell vor. Meist suche ich mir ein Thema, mit dem ich mich längerfristig auseinandersetze. Alle Themen kreisen jedoch um das große Thema Mensch, seine Beziehungen zu sich selbst, zu seiner Umwelt, zu seinen Beziehungspartnern.
3. Wo entstehen Ihre Kunstwerke?
In der Regel in meinem Atelier oder vor Ort als Skizze oder Aquarell. Gelegentlich auch, wie im Falle des Milano Zyklus sowohl vor Ort was die Radierplatten anbetrifft als auch in der weiteren Vertiefung im Atelier.
4. Wie haben Sie Ihr künstlerisches Handwerk gelernt?
Zum einen gab es immer wieder schon seit meiner Kindheit Menschen, die meinen künstlerischen Weg nachhaltig beeinflusst haben. Ein befreundeter Bildhauer in Kelkheim, eine Künstlerin, deren Schwester die Theater AG leitete. Dann natürlich in meinem Studium, in dem ich neben vielen Techniken die ernsthafte Auseinandersetzung mit einem Thema lernte.
5. Was ist für Sie persönlich das Wichtigste, das jemals jemand über ein Kunstwerk von Ihnen gesagt oder geschrieben hat?
Dass es starke Arbeiten sind.
6. In 3 Sätzen: Warum machen Sie Kunst?
Weil es ein Teil meines Lebens ist. Weil es mir die Möglichkeit gibt, ganz tief ins Leben einzutauchen. Weil ich es kann.
7. Welche Techniken bevorzugen Sie und warum?
Ich liebe die Malerei, weil die Farbe, ähnlich wie die Töne in der Musik unbewußte Schichten des Menschen berührt und ohne Worte und Intellekt auskommt. Ich liebe das Arbeiten mit Glas, weil es ein stark experimentelles Vorgehen erfordert. Ich liebe die Grafik, weil ich die Druckerfarbe gerne rieche.
8. Wie lange brauchen Sie in der Regel für ein Kunstwerk?
Sehr unterschiedlich, manchmal Monate, manchmal Stunden.
9. Gibt es Menschen, die Ihre Kunst beeinflusst haben?
Professor Lörincz, der das eigenständige Arbeiten und die individuelle Entwicklung gefördert hat. Renate Schmitt, bei der ich noch während des Studiums an der Sommerakademie gemalt habe. Von diesen beiden habe ich entscheidende Impulse für meine künstlerischen Schwerpunkte Grafik und Malerei erhalten.
10. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt, die Sie hier gerne noch beantworten möchten?
Momentan keine.