Susanne Hoeckendorff
Mitglied seit 2014

10 Fragen an Susanne Hoeckendorff

1. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Ich liebe die Werkstattatmosphäre. Und die Kunst fasziniert mich, seit ich Denken kann. Wirklich begonnen, diese Leidenschaft ernst zu nehmen, habe ich aber erst ab 2014. Es ist ein guter Zeitpunkt. I AM PERFECTLY INCOMPLETE, I AM STILL WORKING ON MY MASTERPIECE.
2. Was inspiriert Sie? Wie finden Sie Ihre Motive?
Es ist immer wie eine Geburt. Innere Fülle oder Innere Leere, Empfangen, Fühlen, Wachsen-Lassen, Ausdrücken. Oft sind es eigene Fotografien, oder die von Freunden. Manchmal Zeitungsausschnitte. Manchmal entsteht aus dem Gefühl eine Idee. Manchmal aus einem Gedanken.
3. Wo entstehen Ihre Kunstwerke?
Staffelei, Tisch. Ab 1. November 2015 eigenes Atelier in Deggendorf/Niederbayern.
4. Wie haben Sie Ihr künstlerisches Handwerk gelernt?
Ich bin Autodidaktin. Der Pastellkurs im Frühjahr bei Regina Schmidtmayer, und ihre bestärkende Kraft, haben den Ausschlag gegeben, meine Kreativität ernst zu nehmen. Mein Auge für Linien und Formen hat Harry Schlapkohl, mein Steinmetzmeister, geschult.
5. Was ist für Sie persönlich das Wichtigste, das jemals jemand über ein Kunstwerk von Ihnen gesagt oder geschrieben hat?
Im Presseartikel PNP über meine 1. Ausstellung in Flintsbach, 09.14, wurde über meine Bilder gesagt: "Es sind vielschichtige, ebenso ausdrucksstarke wie sensible Kompositionen, aus denen man die Lebenserfahrung und das Augenmaß, Dinge subtil zu beobachten, sich daran einfach zu erfreuen, und sie dann ins rechte Licht zu rücken, ablesen kann."
6. In 3 Sätzen: Warum machen Sie Kunst?
Weil ich in der Kunst das Leben, wie es nun mal ist, und mich, wie ich nun mal bin, am meisten lieben kann. Ich kann nicht leben, ohne etwas zu gestalten. Die Kunst bringt in und durch mich das hervor, was im Schatten leuchtet.
7. Welche Techniken bevorzugen Sie und warum?
Acryl : trocknet schnell - schmiert fein Pastell: bringt mich in die Zartheit und Disziplin. Inzwischen habe ich mein erstes großes Ölbild gemalt und ich bin absolut fasziniert.
8. Wie lange brauchen Sie in der Regel für ein Kunstwerk?
Zuerst muss es in mir thematisch Klarheit geben, das heißt es braucht vorher Zeit, die nicht berechenbar ist. Je Bild pendelt es zwischen einem Tag bis zu 6 Monaten.
9. Gibt es Menschen, die Ihre Kunst beeinflusst haben?
Wenn ich feststelle, dass eines meiner Bilder aussieht wie das von jemand anderem, von dem ich irgendwann einmal etwas gesehen habe... dann finde ich es nicht gut, und verwerfe es. Ganz sicher beeinflusst mich das, was schon da ist. Ich möchte mein Thema auf meine eigene Art ausdrücken. Und ob ich das geschafft habe, entscheidet mein Herz.
10. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt, die Sie hier gerne noch beantworten möchten?
Ob ich meine Werke liebe? Ja, das tue ich. Es ist und bleibt ein Akt des Gebärens. Im besten Falle kauft jemand ein Werk von mir, und liebt es wie ich, weil es eine Saite in ihr/ihm zum Klingen bringt. Wertschätzung ist etwas sehr Schönes, dann kann ich neue Bilder malen. Und weiter experimentieren.