oser joachim
Mitglied seit 2016

10 Fragen an oser joachim

1. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Nach meiner gastronomischen Laufbahn habe ich in einem Weinvertrieb gearbeitet und habe die Weinbeschreibungen nebst Foto erstellt. Meine Frau war als Malerin in einer Künstlergalerie aktiv, die ich mit meinem Wissen Ausrichtung von Vernissagen, Flyer-Layout, Ausstellungstitel, Dekoration, etc. unterstützt habe.
2. Was inspiriert Sie? Wie finden Sie Ihre Motive?
Kreativität kennt keine Grenzen! Ich sehe Etwas und mache Meins daraus. Manchmal habe ich eine Vorstellung davon, was ich umsetzen möchte. Das braucht aber schon mal 20,30,50 Anläufe und Einstellungen mit der Kamera und, ganz ehrlich, manchmal finden die Motive mich, z. B. bei "Boule".
3. Wo entstehen Ihre Kunstwerke?
Manche entstehen tatsächlich im heimischen Wohnzimmer mit Models und manchmal ist das Model einfach nur die Pasta. Einige Arbeiten bearbeite ich am PC nach, um Meins daraus zu machen oder das Augenmerk zu verlagern. Der Klassiker ist das schwarzweiße Brautpaar mit dem bunten Blumenstrauß: das geht eigentlich nicht! Ich lenke den Blick zum Strauß!?
4. Wie haben Sie Ihr künstlerisches Handwerk gelernt?
Ich denke die Augen vieler Künstlerkollegen haben mir geholfen. Ich erkenne dann sofort, was ich nicht möchte. Aber mein Lebenslauf, meine verschiedenen Arbeitsstellen haben ihren Teil dazu getan. Zum Schluß kommt natürlich der eigene Anspruch; ohne den gehts nicht!
5. Was ist für Sie persönlich das Wichtigste, das jemals jemand über ein Kunstwerk von Ihnen gesagt oder geschrieben hat?
Eine Überschrift in der hiesigen Tageszeitung Badische Zeitung zu meiner Ausstellung zusammen mit einem tollen Maler: "Wo die Augen gefangen werden"Vernissage von Fotografie Joachim Oser und Malerei Romain Burgy in der Kornhalle. 03. Juli 2013 Kornhalle Endingen
6. In 3 Sätzen: Warum machen Sie Kunst?
Ich fotografiere, weil es mir Spaß macht und ich male, weil es mir Spaß macht, aber ist das alles Kunst? Ich glaube, ich bin einfach kreativ und manchmal entsteht etwas, was manche Leute als Kunst bezeichnen würden, aber ich selbst schätze mich eher als "Kreativer" als als "Künstler" ein.
7. Welche Techniken bevorzugen Sie und warum?
Beim fotografieren habe ich überhaupt keine bestimmte Technik, meine Idee eines Bildes bestimmt da die Technik. Beim malen arbeite ich mit Gouache, weil ich die matte Farben mag.
8. Wie lange brauchen Sie in der Regel für ein Kunstwerk?
Ich hatte ein Fotomotiv vor Augen, habs fotografiert und verworfen, nochmal fotografiert, wieder verworfen. 3 Monate später wurde ein Bild daraus "Ich habe fertig". Malen erfordert bei mir viel Zeit: im Schnitt brauche ich für ein Bild mindestens 4 Wochen.
9. Gibt es Menschen, die Ihre Kunst beeinflusst haben?
Ja, ganz sicher! In der Fotografie, Feininger und Newton und auch einige Kollegen, von denen ich viel gelernt habe. Beim malen, Romain Burgy und Andy Warhol. Aber es ist auch so, dass mich jede Ausstellung beeinflusst, ohne dass ich da irgendjemand etwas zugestehe, das mich beeinflußt.
10. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt, die Sie hier gerne noch beantworten möchten?
Ich hätte gerne zu vielen ihrer Fragen mehr geantwortet, aber hier mußte ich am längsten nachdenken. Die private Frage fehlt! Fakt ist: meine Arbeiten wären ohne den Rückhalt meiner Frau kaum entstanden. Hinter jedem Künstler, jedem Manager steht eine Frau! Den Rest denken Sie sich...