Selbstporträt

SO LANGE ICH DENKEN KANN MALE ICH UND HABE EINE VIELZAHL VON TECHNIKEN AUSPROBIERT.

Ich bin eine Autodidaktin - mit der bisher lebenslangen Bereitschaft, künstlerisch Neues zu schaffen.
Dazu gehört schon die Neugier, von Alten Meistern zu lernen und sie zu studieren, damit das auch gelingt.

Die Auseinandersetzung mit Werken von Albrecht Dürer hat in meiner Schulzeit auf dem Albrecht-Dürer-Gymnasium in Berlin mein künstlerisches Verständnis sehr geprägt.
Folgend dann begeisterten mich die Impressionisten Renoir und Morisot, aber auch der Kubist Feininger und die expressionistischen Arbeiten der Spätzeit in der Künstlergruppe Der Blaue Reiter waren stets in meiner Agenda präsent.

Meine frühe Leidenschaft zur Malerei und mein Interesse für sehr unterschiedliche Kunststile (ver)führten mich dazu, Werke bekannter Maler zu kopieren. Heute kann ich sagen, dass mich u.a. auch diese Arbeit in die Lage versetzte, farbliche und räumliche Perspektiven professionell in meinen eigenen Bildmotiven umzusetzen.

Erstaunlich, was mich während der Kopie von Meisterwerken ganz besonders überraschte, war die plötzliche Verbundenheit mit gerade diesem Künstler - je mehr ich mich in sein Werk vertiefte. Diese Vorgänge erlebe ich noch heute, wenn mich ein Bild sowohl aus der Vergangenheit, als auch Gegenwart, besonders inspiriert.

Zum Beispiel begeistert mich die zeitgenössische Aquarellmalerin Ute Mertens. Sie zeichnet sich durch eine herrlich leichte Pinselführung aus. Sie ist - wie Albrecht Dürer - mitverantwortlich für meine Vorliebe zur Aquarellmalerei.

Eine Redakteurin schrieb einmal treffenderweise in der Überschrift ihres Artikels zu einer meiner Ausstellungen :
"... Malen dürfen - nicht müssen" . Das ist der halbe Punkt. Die andere Punkthälfte übernimmt meine Befindlichkeit, darin befindet sich dann das "muss", zu Stift oder Pinsel zu greifen. Deshalb male ich was ich mag und was mich gerade beschäftigt oder inspiriert. Ob das nun Stadt, Land, Menschen,Tiere sind, etwas Lustiges und Verrücktes, kubistisches oder "nur" Farbimpressionen. Ich mag mich mmer noch gern malerisch ausdrücken.

Und weil ich diese Erfahrungen und mein Wissen sehr gerne an andere Menschen weitergeben wollte, inspirierte das mich, noch einmal die Schulbank zu drücken. So konnte ich mir ein gewisses Maß an pädagogischem Wissen aneignen, welches die eigene Lebenserfahrung mit all seinen Weisheiten nicht immer beschert. Der erfolgreiche Abschluß bringt nun Gleichgesinnten viel Freude.


Im letzten Drittel auf Erden habe ich einen Projektwunsch, den ich mir gern noch erfüllen möchte.
Ich stelle mir eine große Ausstellung mit all meinen (hunderten von) Bildern vor, vllt. getrennt nach Themen oder bunt zusammengewürfelt, in großzügigen Räumen initiiert. Auf jeden Fall im Zusammenhang mit einer Versteigerung, deren Erlös zu Gunsten von Mensch und Tier geht, deren Leben bisher nicht in so guten Bahnen verlief.
Das wär schon eine tolle Hausnummer. Nun, träumen ist ja erlaubt.
Aber so lang ich lebe stirbt meine Hoffnung sowieso nicht - nicht wahr?

Aktualisiert 2020

Karla Maria Hinze

Karla Maria Hinze

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