Interview

10 Fragen an Klaus Rimbach

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Bereits als Kind hatte ich großes Interesse an den archaischen Strukturen von Flora&Fauna und der unbelebten Natur. Im späteren Biologie-Studium habe ich eine Sammlung von Schädeln, Knochen, Steinen, Muscheln, Kristallen u.a. angelegt und über das Mikroskop den Mikrokosmos kennen gelernt u. diese Entdeckungen auch malerisch u. zeichnerisch fixiert.

Was inspiriert Sie? Wie finden Sie Ihre Motive?

Meine Arbeit beruht auf der organischen Sicht der Natur, wobei meine Sensibilität einem naturalistischen Determinismus traditioneller Prägung unterworfen ist. Die von der Natur vorgegebenen Richtlinien haben neben der Auswahl der Motive auch unmittelbare Auswirkung auf meine Maltechniken und das Zulassen diverser Gestaltungs- u. Trocknungsrozesse.

Wo entstehen Ihre Kunstwerke?

In meinem Atelier. Teilweise lasse ich Leinwände oder andere Untergründe von der Natur selbst "vor-behandeln", bevor ich sie weiterbearbeite. So lege ich sie z. B. für eine Ze in Bachläufe, unter Bäume, auf Waldwege/Straßen und setze sie dadurch verschiedenen Elementen wie Rauch, Hitze, Kälte,Regen, Schnee/Eis u. mechanischen Beanspruchungen aus.

Wie haben Sie Ihr künstlerisches Handwerk gelernt?

In erster Linie durch jahrelanges Experimentieren mit diversen Farben, Holzspänen, Marmormehl, Teer, Korund, Sand, Rost, Wachs, div. Alkoholen, Ammoniak, Casein und unterschiedlichen Leimen, Bindemitteln und Pigmenten. Aber auch an der HFBK in Hamburg und an der Siemens Akademie in München.- siehe auch www.klausrimbach.de/vita

Was ist für Sie persönlich das Wichtigste, das jemals jemand über ein Kunstwerk von Ihnen gesagt oder geschrieben hat?

Der hierfür zur Verfügung stehende Platz ist zu gering leider.Wer Interesse hat, kann dies unter www.klausrimbach.de/motiv lesen

In 3 Sätzen: Warum machen Sie Kunst?

Kant hat mal gesagt "Ich kann, weil ich will, was ich muss". Das beschreibt es vielleicht ganz gut. Ich befinde mich beim Malen meist in einem Zustand der Inspiration und Entdeckerfreude und bin dadurch animiert und aufgeregt und von Gefühlen der Dringlichkeit erfasst... Das ist sehr schön.

Welche Techniken bevorzugen Sie und warum?

Mischtechniken mit Acrylfarben, selbst eingefärbten Schellack-Sorten, Leimen und Harzen, Beizen auf Alkohol- und Wasserbasis, Milcheiweiss Casein und vieles mehr.Das "Warum" und vieles mehr ist ebenfalls am besten auf www.klausrimbach.de nachzulesen

Wie lange brauchen Sie in der Regel für ein Kunstwerk?

Manchmal nur wenige Stunden, meist aber einige Tage

Gibt es Menschen, die Ihre Kunst beeinflusst haben?

Ja, natürlich, diverse, u.a.:Emil Schumacher, Antoni Tapies, Max Beckmann, Marc Rothko, Anselm Kiefer, Cesar Manrique und viele mehr

Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt, die Sie hier gerne noch beantworten möchten?

Keine